Länderinformationen

Geografie


Gambia in Westafrika ist mit einer Breite von 45 km und einer Länge von 350 km sowie ca. 1,7 Mio Einwohnern der kleinste Staat Afrikas. Vom Senegal fast vollständig umschlossen und durch den Fluss Gambia in eine Nord- und Südhälfte geteilt liegt es mit ca. 80 km Küste am Atlantischen Ozean.



Die Hauptstadt ist Banjul an der Küste, mit der größten Stadt Serekunda liegen beide im Greater Banjul- Area. Die Provinzhauptstadt der Western Division ist die zweitgrößte Stadt Brikama.
Mandinaba liegt ca. 5 km östlich von Brikama entfernt. Es ist ein für Afrika typisches Provinzdorf, indem die Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt.


Politik

Gambia ist eine Republik mit einer demokratisch gewählten Regierung und einer oppositionellen Allianz kleinerer Parteien. Der Präsident ist seit 1994 Y. Jammeh.

Gegliedert ist Gambia in verschiedene Regionen, „Greater- Banjul“, „Western“, „North Bank“, „Lower-„, „Central-„, „Upper- River“.

Wirtschaft

Gambia ist eines der ärmeren Länder Afrikas, Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. In der Landwirtschaft arbeiten ca. 2/3 der Bevolkerung. Als Agrarland erzielt Gambia 90% seiner Exporterlöse durch den Anbau von Erdnüssen. Zu Ungunsten des eigenen Nahrungsmittelanbaus hat sich die landwirtschaftliche Fläche für den Exportanbau auf fast 50% erhöht. Die proKopf-Rate der Nutzfläche ist durch das Bevölkerungswachstum stark zurückgegangen. Eine große Bedeutung besitzt der Fluß Gambia für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen.
Die Fischereiproduktion hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Das produzierende Gewerbe besteht v.a. aus Handwersbetrieben. Die Entwicklung des Tourismus als Wirtschaftszweig vollzieht sich insbesondere an der Atlantikküste. Wirtschaftskammer Gambia: www.gambiachamber.gm

Kultur/Religion

Circa 90 % der Bevölkerung Gambias sind Muslime und 10 % Christen. Die Einwohner gehören dabei den verschiedensten Ethnien mit ebenso unterschiedlichen Sprachen an. In Gambia sind neben der Amtssprache Englisch die dominierenden Sprachen Mandinka (Sprache der Mandingo), Fula (Fulbe) und Wolof.
Von den Einwohnern des Dorfes Mandinaba, in dem wir uns engagieren, wird hauptsächlich Mandinka gesprochen. Das Bevölkerungswachstum hat sich in Gambia überdurchschnittlich entwickelt, in den letzten 20 Jahren hat sich die Bevölkerung verdoppelt.

Bildung

Das Schulsystem in Gambia ist mit Schulgeld und Uniform britisch ausgelegt. Eine Schulpflicht besteht nicht. Gegliedert wird in pimary (7-12), secondary (12-16) und Highshcool (16-18). In Serekunda besteht seit 1998 die University of Gambia. Eine flächendeckende Kindergarten- oder Vorschulbetreuung besteht nicht. Über 50% der Bevölkerung sind Analphabeten.

Natur

Klimatisch liegt Gambia in der tropisch sub-humiden Zone mit einer ausgeprägten Regenzeit von Juni- Oktober und einer Trockenzeit von November – April, in welcher z.T. kräftige NordOst Winde aus der Sahara wehen. Jedoch werden jährliche Variationen mit zunehmend geringeren Niederschlägen in der Regenzeit gemessen. Die Temperaturen liegen bei 18-28°C im Januar und 23-36°C im Juni, wobei Richtung Osten eher höhere Temperaturen vorkommen.

Die Landbedeckung besteht zu über 80% aus z.T. bewaldeter Savanne, und zu ca. 17% aus Feuchtgebieten (Mangroven, Sümpfe). Bestehende Probleme der letzten Jahrzehnte sind Entwaldung und Versalzung durch intensivierte Land- und Viehwirtschaft und damit zunehmende Trockenheit und Unfruchtbarkeit der Böden. In den letzten 50 Jahren sind die geschlossenen natürlichen Wälder fast vollständig verschwunden und die restliche bewaldete Fläche hat sich mehr als halbiert.